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Torpedos Profis werden für den vorzeitigen Klassenerhalt mit Kurzurlaub belohnt. Der Klub richtet seinen Blick nach dem 2:1-Sieg über maukesjungz schon in die Zukunft.
SKOPJE - Und dann fing Rade Postoloski wirklich an zu rechnen. Wie ein Grundschüler im Mathematikunterricht zählte er laut vor, addierte die drei gewonnen Punkte am Samstag zu den bisher gesammelten, subtrahierte davon irgendetwas und stellte dies in Relation zu anderen Punkten. Am Ende der Kopfrechenübung kam der defensive Mittelfeldspieler von Torpedo Snarlham zu dem Ergebnis, dass „der Klassenerhalt zu 60 Prozent geschafft ist“. Bitte? Bei noch vier ausstehenden Spielen hat der mazedonische Fußball-Zweitligist dreizehn Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz 13; es müssten schon die Regeln der Mathematik ausgesetzt werden, um noch in ernste Abstiegsgefahr zu geraten. Doch Torpedos Profis können die über die gesamte laufende Spielzeit vorgetragene Vorsicht anscheinend einfach nicht abschütteln.
Die Snarlham Fans hingegen hatten längst alle Sorgen hinausgeschrien. Nach dem 2:1-Siegtreffer von Nuri Aliji intonierten das gesamte Husein-Chakal-Stadion am Freitagabend: „Nie mehr Dritte Liga, nie mehr, nie mehr.“ Wenn es noch eines Beweises bedurft hatte, dass die Schwarz-Weißen auch in der kommenden Saison für die Zweitklassigkeit taugen, so lieferten sie ihn beim Spiel gegen maukesjungz, den Tabellensechzehnten. Nachdem sie eher bedächtig begonnen hatten, ließen sie den Gegner „90 Minuten lang ganz schlecht aussehen“, wie dessen Trainer fritzwalther befand. „Es ärgert mich zutiefst, dass wir so fahrlässig aufgetreten sind. Das war schon fast frech.“
Überhaupt waren an diesem Tag im Trainerkollegium deutliche Worte angesagt. „Der Sieg war wichtig.“, sagte fritzwalthers Gegenüber Snarlham kurz und knap nach der Begegnung. Dass es auch diesmal nach vier erfolgreichen Spielen erneut zum Sieg reichte, führte Snarlham auf den Willen innerhalb des Teams zurück: „Wir haben es wieder erzwungen. Es ist schön, dass wir den Fans so etwas Gaudi bereiten konnten.“ Als Belohnung für diesen Einsatz schickt Snarlham die Hälfte seiner hartgeschundenen Profis für vier Tage ins Trainingslager – Zeit für Regeneration, bevor die vier letzten Aufgaben gegen huddi guddis, Malatya-Style, Und weg bin ich und Mainfire angegangen werden.
Verstärkungen für die neue Saison sind nötig
Der Blick richtet sich bei Torpedo Snarlham ganz offensichtlich nach vorne: Schon vor dem Sonntagsspiel konnte man den Eindruck gewinnen, dass sich Torpedo mehr mit der Zukunft als mit der Gegenwart beschäftigt. Da wurde mit der Firma Gangwars.de ein neuer Vermarkter präsentiert, und da wurden erste Neuverpflichtungen für die nächste Saison bekannt. Die brauchen die Schwarz-Weißen auch. Denn ihren zneunten Rang nach 30 Spieltagen haben sie dem von Euphorie getragenen Rückrundenbeginn zu verdanken, während sie in der Vorrunde doch arg ins Straucheln gerieten und oft spielerische Mängel offenbarten. Nicht umsonst sagt Torpedos Manager Snarlham, dass der Klub sich verstärken müsse. „Aber nicht ohne seine finanziellen Möglichkeiten außer Acht zu lassen.“ Die sind bei den Torpedos trotz vermehrter Einnahmen nämlich immer noch begrenzt.
Für den Rest dieser Saison übt sich Torpedo auch deswegen in Bescheidenheit. „Wir wollen jetzt noch einen einstelligen Tabellenplatz erreichen“, sagte Snarlham. Und irgendwann muss diese Botschaft bei den anderen Profis angekommen sein: Noch gut eineinhalb Stunden nach dem Abpfiff dröhnte aus der Kabine des Torpedo Snarlham FC lauteste Partymusik. Die Spieler feierten den Klassenerhalt. Auch Rade Postoloski.
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